Tanz
Fr 08.05. 20.00 Uhr
CHF 30/20/10

Sami Lea Samira Bernath / Meggie Blankschyn

spooning&entre.les.montagnes / The craftly uncanniness behind the semblance of things

Ein Doppelabend mit zwei Tanzkurzstücken: Meggie Blankschyn beschäftigt sich mit Schattenseiten und wie sie uns weiterbringen, Sami Lea Samira Bernath gestaltet ein Stück über das Vergessen.

Sami Lea Samira Bernath
spooning&entre.les.montagnes

«spooning&entre.les.montagnes» ist ein Stück über das Vergessen, das Verdrängen und Möglichkeiten des Erinnerns. Sami Lea Samira Bernath löst das «Löffelä», ein Begleitinstrument, das Teil der heutigen traditionellen Schweizer Musik ist, aus seinem Kontext und begibt sich aus queerer Perspektive auf die Suche nach Durchlässigkeit und Offenheit. Indem sie versucht diese Schweizer Tradition zu dekonstruieren, erforscht sie Möglichkeiten, wie generationsübergreifendes Wissen die Gesellschaft nähren und durch die Neuinterpretation eine Exklusivität durchbrochen werden kann. Ein Spiel der Spuren, Vibrationen und Dissonanzen durchzieht Körper und Raum, um einen Rhythmus für alle zu kreieren.

Meggie Blankschyn
The craftly uncanniness behind the semblance of things

«The craftly uncanniness behind the semblance of things» ist ein Tanz, der in der Bildsprache der Dunkelheit als dem Zustand, in dem das Ego mit der Last seines irdischen Seins und der inneren Entfremdung konfrontiert ist, dem dennoch eine tiefe, geheimnisvolle Kraft innewohnt, dem Willen, in dieser Welt zu existieren und zu handeln. Die Dunkelheit löscht alles, absorbiert alles: Formen und Feuer, Tiere und mich selbst, wie leicht sie das Lebendige vereint! Wie können uns die Schattenseiten, unsere Beziehung zum (Un)Sichtbaren, Momente der Reibung, des inneren Kampfes und der Isolation als emotional bereichernde und magische Begegnungen dienen und uns dem Leben öffnen?

Sami Lea Samira Bernath

Tanz, Choreografie Sami Lea Samira Bernath

Kostüm Lynn Balli

Musik Berner Volkslied aus dem 18. Jahrhundert − Guggisbärglied

Künstlerische Begleitung Baptiste Cazaux, Anna Marija Adomaityte, évo mine lambillon, Emma Saba

Meggie Blankschyn

Choreografie, Tanz Meggie Blankschyn

Assistenz Sira Aymerich i Besalu

Musikschnitt Carlos Becker

Licht Kayetano Schreiber

Gleisgeflüster

Simon Wehrli, Programmgruppe Tanz
Ein Doppel-Abend voller Gegensätze: Einmal den Berg runter in die dunkelsten Gräben der Existenz und wieder hoch. Sami Lea Samira Bernath bricht spielerisch und löffelnd mit der Tradition, während Meggie Blankschyn im Aquarium die Weiten des Ozeans sucht. So unterschiedlich die zwei Choreograf*innen ihre Stücke auch gestalten, etwas eint sie: Der unbändige Wille in dieser Welt einen Platz zu finden.
Meggie Blankschyn | © Oliver Schirmer
Sami Lea Samira Bernath | © Anouk Maupu
Meggie Blankschyn | © Oliver Schirmer
Sami Lea Samira Bernath | © Anouk Maupu
Sami Lea Samira Bernath | © Anouk Maupu
Sami Lea Samira Bernath | © Julie Folly
Sami Lea Samira Bernath | © Pauli Teuscher